(BSW Presseinformation – Nov. 2014)

Der Neubau des Musiktheater Linz war für Architekten und Bauphysiker keine leichte Aufgabe. Die Nähe zum Hauptbahnhof und die unterirdisch
vorbeiführende Straßenahn direkt unter dem Gebäude stellten besondere Anforderungen an die Trittschalldämmung und die Schwingungsisolierung.

Zur Vermeidung von Erschütterungen durch den Bahnbetrieb wurde eine vertikale Körperschall-Entkoppelung mit Regupol vorgenommen.

Musiktheater Linz setzt auf REGUPOL und FRANNER Lärmschutz

Das neue Musiktheater Linz liegt direkt am Volksgarten und bietet im großen Sall für 1.200 Gästen Platz, sowie auf einer kleinen Bühne für 200 Personen.

Daneben sind in diesem Gebäude auch Probe- und Bürogebäude auf 5 oberirdischen und 2 unterirdischen Stockwerken mit 300 Parkplätzen untergebracht.
Die gute Lage in der Nähe zum Linzer Hauptbahnhof und die unterirdische Anbindung zur Straßenbahn ist verkehrstechnisch optimal, fordert aber besondere
schall- und schwingungstechnische Maßnahmen, um den Konzertbetrieb nicht zu stören.

Vertikale Schwingungsisolierung mit REGUPOL PL von BSW

Auf Grundlage der erarbeiteten technischen Lösung kam das bewährte Produkt REGUPOL PL zum Einsatz. Durch die vertikale Entkopplung mit Hilfe
des plattenförmigen, weichen Elastomers wird sichergestellt, dass eine Beeinträchtigung des Konzertbetriebes durch Erschütterungen aus dem Fahrbetrieb
der U-Bahnlinie ausgeschlossen ist. Die aus PU-gebundenen Gummifasern hergestellten, 50 mm dicken Dämmmatten wurden auf die zuvor vorbereiteten
Betonflächen geklebt. Die anschließende Verlegung von Noppenbahnen auf die REGUPOL-Platten bzw. zusätzlichen Wärmedämmplatten an der
Gebäudeaußenwand schützt die durch die Verfüllung der Baugrube erdberührten Bauteile vor Feuchtigkeit.

Straßenbahn-Unterführung vor Musikthater Linz                                                                                    Vertikale Körperschall-Entkoppelung           Fotos (C) BSW

Trittschalldämmung unter dem Estrich mit REGUPOL BA von BSW

Doch nicht nur von außen einwirkende Schallquellen waren bei der Planung und Realisierung des Linzer Musiktheaters zu berücksichtigen. Wie in Opernhäusern
dieser Kategorie üblich, verfügt auch der Neubau am Volksgarten über Werkstätten, die zum Teil sehr aufwendige Dekorationen und Kostüme anferti­gen.
Auf Basis der von den BSW-Beratern und ihrem österrei­chischen Handelspartner FRANNER erfassten schalltechnischen Anforderungen für den an den
Konzertsaal angrenzenden Werk­stattbereich, wurden die monolithisch hergestellten Estrich­platten der Tischlerei, Schlosserei, Tapezierwerkstatt,
Requisite und des Malersaals zur Reduzierung der Trittschallübertragung auf REGUPOL BA Estrichdämmbahnen eingebracht.

Für den Einsatz dieser Elastomerbahnen mit bauaufsichtlicher Zulas­sung sprechen ihre minimale Zusammendrückbarkeit, das hohe Rückstellvermögen,
ihre hohe Tragfähigkeit und das hohe Trittschallverbesserungsmaß von 26 dB. Aufgrund der hohen statischen und dynamischen Lasten, die in
Werkstattbereichen wie im Musiktheater auftreten, müssen unter Estrichflächen Trittschalldämmungen eingesetzt werden, die die erforderliche
Stabilität und damit verbundenen Trittschalleigenschaften dau­erhaft gewährleisten. Außerdem wurden die im Musiktheater vorhandenen Verkehrswege
für Gabelstapler mit Regupol XHT schalltechnisch isoliert.

Estrichdämmbahn REGUPOL Sound 17

(enstpricht REGUPOL BA)

– PU-gebundene Gummifaser-Matten

– Schallminderungsmaß 26 dB

– Zusammendrückbarkeit 2,0 mm

– Max. Verkehrslast bis 5.000 kg/m²

– Brandklasse B 2 / Klasse E

Dämmmatten REGUPOL Vibration 450

(entspr. REGUPOL PL und REGUPOL XHT)

– PU-gebundene Gummifaser-Matten

– Brandklasse B 2 / Klasse E